Deutsche Winterreise

Kunstprojekt mit Musik von Franz Schubert - zehn Jahre auf Recherchereise durch Deutschland, 400 Begegnungen mit Menschen am Rand der Gesellschaft mitten in 32 Städten. Eines der aufwendigsten Kunstprojekte zum Thema soziale Not, Armut, Flucht und Wohnungslosigkeit.

Deutsche Winterreise - Stefan Weiller Deutsche Winterreise - Stefan Weiller

zehn Jahre auf Reise zu obdachlosen und sozial benachteiligten Menschen

Wie viel der Winterreisende von Franz Schubert und Wilhelm Müller mit den Gefühlen und Erlebnissen heutiger Menschen zu tun hat, das zeigt die Neubearbeitung von Stefan Weiller.

 

Nach Jahren Recherche-Reise (2008-2018) zu sozial benachteiligten Menschen in 32 deutschsprachigen Städte erreicht das Projekt seine neue Phase: 2019 wird das Hörbuch "Deutsche Winterreise" vorgelegt, außerdem eine Musiktheaterfassung, die auf Anfrage in vielen Städten und Regionen aufgeführt werden kann.

Diese "Deutsche Winterreise" versammelt die eindringlichsten Texte und Erzählungen aus der intensiven Recherche von Stefan Weiller. Eindrucksvoller, intensiver kann man Schuberts Winterreise nicht aufführen.

Die Konzertlesungen, Theaterabende und das Hörerlebnis "Deutsche Winterreise" geht weiter und wird in seiner abschließenden Form weiterhin viele Menschen beeindrucken.

 

In zehn Jahren mit Neubearbeitungen (in vielen Städten von Aachen bis Zwickau, Hamburg bis Freiburg) ist das Kunstwerk "Deusche Winterreise" gereift und wird nun als Sammelprojekt (Hörbuch, Musiktheater, Ausstellung) weitergetragen. Auch eine Buchveröffentlichung ist in Vorbereitung.

Herbst 2019 Tourstart mit dem Programm "Deutsche Winterreise"

Termine bald auf der Unterseite: "Kalender"

Immer wieder wird die Winterreise in Verbindung zu verschiedenen sozialen Themen gebracht - von Depression bis Obdachlosigkeit. Die Winterreise drängt Menschen in die Auseinandersetzung mit sich selbst und mit ihrer Zeit. Sie lässt viele Interpretationen zu.

Besonders und in dieser Form ungewöhnlich am Konzept der städtebezogenen Winterreise ist, dass die Kunstlieder Schuberts mit Weillers Geschichten über heutige Menschen in sozialer und emotionaler Not ergänzt und zu einem neuen, eigenständigen Kunstwerk verbunden werden. Der vertraute Liederzyklus wird also bewusst mit neuen Texten von Stefan Weiller erweitert, durchbrochen und verändert. Die städtebezogene Winterreise ist mehr als eine Aufführung von Schuberts Winterreise, sie ist ein Zeitdokument aus alter Musik und neuen, authentischen Texten; ein Projekt, das eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart deutscher, europäischer und deutschsprachiger Städte schlägt.

Einblicke in die Lebenswelt von sozial ausgegrenzten, obdachlosen, flüchtenden, asylsuchenden und von Wohnungsnot und Armut betroffenen Menschen in Verbindung mit Schuberts Liederzyklen "Die schöne Müllerin" und "Winterreise". In deutschen Städten und im europäischen Ausland unterwegs. Recheriert, geschrieben und inszeniert von Stefan Weiller

Foto: Lena Obst

 "Die schöne Müllerin" und "Deutsche Winterreise" inspiriert von sozial ausgegrenzten und wohnungslosen Menschen. Für das Kunstwerk hat Weiller Menschen in sozialen Einrichtungen der Obdachlosenhilfe, sowie Asylsuchende und von Armut betroffene Menschen getroffen. Aus seinen Begegnungen und nach wahren Motiven schreibt Weilller frei seine Texte zur Winterreise, die mit den Liedern Franz Schuberts zu einem neuen Gesamtkunstwert verwoben wurden.

Das Projekt nahm in der Recherchephase (2008-2018) den Namen der Stadt an, in der es präsentiert wurde.

 

Das 2019 vollendete Sammelprojekt "Deutsche Winterreise" soll fortan als Hörbuch und Aufführung viele Menschen erreichen. Es ist ein zeitlos gültiges Werk entstanden, das eine lange Entstehungszeit abdeckt und über Jahre relevant und gültig bleiben wird.

 

Aufführungen der Projekte "Die schöne Müllerin" und "Deutsche Winterreise" gehen weit über einen Liederabend hinaus; sie werden zum Kunstwerk zwischen Dokumentation, Lesung, Theater, szenischem Liederabend und choreografiertem Konzert.

Die Texte für das Projekt wurden nach Motiven und nach wahren Begebenheiten und Interpretationen von Autor Stefan Weiller frei verfasst. Es handelt sich niemals um Originalzitate, sondern um freie Bearbeitungen, verdichtete Miniaturen, Fragmente und Portraits inspiriert von Begegnungen mit Menschen am vermeintlichen Rand der Gesellschaft.

Autor Stefan Weiller recherchiert seine Texte, wie viele Autoren, sorgfältig im realen Umfeld seiner gewählten Themen.

Die Begegnungen für das Projekt Winterreise wurden von den sozialen Einrichtungen vermittelt. Teilweise wurden die Texte in der Ich-Perspektive verfasst, damit der emotionale Zugang zu den Inhalten vertieft wird. Aber es handelte sich niemals um den Wortlaut aus den Begegnungen, sondern ausschließlich um das Werk von Schriftsteller Stefan Weiller.

Projektbeschreibung

Plakat 2012 klein Plakat Deutsche Winterreise

Die psychologischen und zwischen-

menschlichen Aspekte der "Winterreise" von Wilhelm Müller und Franz Schubert drängen Menschen in die Auseinandersetzung mit sich und ihrer Zeit. Die Winterreise erzählt von Einsamkeit, Sinnsuche und Ausgrenzung. Sie ist als Anfrage an den einzelnen Menschen und an die Gesellschaft zu interpretieren. Ein Anspruch, den auch das Kunstprojekt  "Deutsche Winterreise" verfolgt. Besonders und ungewöhnlich am Konzept dieser städtebezogenen Winterreise ist, dass die Kunstlieder Schuberts mit  Lebenserfahrungen heutiger Menschen konfrontiert und zu einem neuen Kunstwerk verbunden wurden. 

Winterreise und Wohnungslosigkeit lässt sich direkt aus den Liedtexten von Wilhelm Müller herauslesen. Die Verbindung der Winterreise mit dem Thema Einsamkeit, Wohnungslosigkeit und soziale Ausgrenzung gelingt besonders schlüssig.

 

Der Liederzyklus wird zum beklemmend-intensiven Klangbild für das Leben in existenzieller Sorge, unerfüllter Sehnsucht, enttäuschter Hoffnung, Armut und Not von Menschen unserer Zeit.

Städte und ihre Winterreisenden - Rückblick

Wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen, die Weiller bei seinen Recherchen traf, inspirierten die Aufführungen. Somit entstand im jahrelangen Projektzeitraum ein eigenständiges Kunsterlebnis, das in der sozialen Realität verankert ist.

 

Deutsche Winterreise: Der vertraute Liederzyklus wird mit Texten erweitert, durchbrochen und verändert. Zugleich bleibt die Kraft und Erhabenheit der 24 Lieder erhalten.

Die Umsetzungen gestalten Sängerinnnen und Sänger gemeinsam mit Schauspielern. Das künstlerische Niveau ist hoch. Jede Aufführung setzt neue musikalische Akzente. Neben dem Klavier werden weitere Instrumente einbezogen. Eine Raumregie hebt die Trennung zwischen Publikum und Akteuren auf.

Dokumentarischer Bezug, realer Kern

Der überwiegende Teil der wohnungslosen und von sozialer Ausgrenzung betroffenen Gesprächspartner, die Stefan Weiller von ihren Lebenserfahrungen erzählten, legte größten Wert auf Anonymität.

Nur unter dieser Bedingung erzählten sie frei und offen in einem geschützten Rahmen ihre Geschichte.

 

Die Geschichten müssen gehört werden. Sie sind wichtig.

Es handelt sich aber immer um Texte des Autors Stefan Weiller, niemals um Texte von Obdachlosen. Die künstlerischer Ausarbeitung liegt einzig bei Stefan Weiller.

 

Es handelt sich nie um Originalzitate obdachloser Menschen. Die Sprache ist die des Autors Stefan Weiller. Seine Texte sind von den Begegnungen inspiriert, werden aber frei von ihm gestaltet.

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Nächste Aufführungen:

Terminhinweise auf der Seite "Kalender"

Kunstprojekte von Stefan Weiller

Für die Deutsche Winterreise hat Stefan Weiller von 2008 bis 2018 in 32 Städten zahlreiche obdachlose Frauen und Männer getroffen.

Info Stefan Weiller

www.stiftung-winterreise.de

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