Stefan Weiller
Stefan Weiller 

Entstehung Letzte Lieder

Seit 2010 wurden mit Menschen in den Hospizen - zunächst in Wiesbaden und Frankfurt am Main - Gespräche zur Musik ihres Lebens und zu Geschichten, die sie mit diesen Musiken verbinden, geführt. Auch einige Angehörige haben sich an diesem Projekt beteiligt. Gespräche wurden auch mit Menschen geführt, die ihre letzte Lebensphase zuhause verbringen und von einem ambulanten Hospizdienst begleitet werden, oder in stationären Einrichtungen und Altersheimen wohnen.

Mittlerweile fanden Gespräche mit Menschen von Bayern bis Kiel statt - und sogar in der Schweiz und in Schweden. Die Begegnungen werden von Stefan Weiller in seinen Büchern verarbeitet und als Live-Konzerterlebnis teilweise mit großem Ensemble aufgeführt.

 

Die Begegnungen in Hospizen werden nie aufgezeichnet. Auf Tonmitschnitte oder Filmaufnahmen wird verzichtet. O-Töne oder Selbstbeschreibungen werden nicht verwendet. Stefan Weiller schreibt die Texte frei nach Motiven.

Für siene Live-Aufführungen stellt der Autor jeweils eine spannende, manchmal heitere, manchmal ernste, und immer bewegende musikalische Erzählung zusammen.

Hospize, Soziale Träger, Kultureinrichtungen, Kirchen können die Letzten Lieder als Konzert oder Lesung einladen. Das Erlebnis wird vom Publikum als tiefgehend beschrieben - und sogar als im positiven Sinne lebensverändern.

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Welche Menschen haben sich am Projekt beteiligt?

Szene Erstaufführung Letzte Lieder

Es haben sich Menschen am Projekt beteiligt, die über ihre Situation offen sprechen konnten und wollten. Angst vor Sterben und Tod wurde von manchem formuliert, doch nicht jeder sprach von diesen Ängsten oder gab sie zu erkennen. Sogar ein friedlicher, gelöster Umgang mit dem eigenen Tod war anzutreffen. Aber auch Trauer und – immer wieder – ein gebrochener und mitunter sogar Humor tauchte in den Gesprächen auf. Auffällig ist, dass die Menschen in den Gesprächen oft lächelten, oder sogar lachten, und manches Mal wurde geweint. Viele sprachen davon, mit welchen Gefühlen sie ins Hospiz gingen und wie sie das Leben an diesem Ort empfinden.

 

Die Jahreszeit, in der die Gespräche stattfanden, war für viele Menschen wichtig und wurde thematisiert. Die Themenvielfalt wählten die Menschen meist selbst aus, es gab keinen festen Fragekatalog. Die Interviews wurden nicht aufgezeichnet. Viele der Gedanken, die im Projekt zu hören und zu lesen sind, entstehen erst im Dialog mit Stefan Weiller. Die Basis der Texte sind Begegnungen, Gespräche, die von den Gedanken und vom Verstehen Stefan Weillers beeinflusst sind. Insofern begegnet man im Projekt auch dem Autor Stefan Weiller, der seine Texte, wie viele Autoren, sorgfältig recherchiert.

Es handelt sich bei den Texten in vielen Fällen nicht um die wortwörtlichen Formulierungen der Menschen im Hospiz, sondern um freie Auswertungen und Interpretationen.

 

Über die Dauer der Gespräche bestimmten die Gesprächspartner*innen, sie lag zwischen zehn Minuten und drei Stunden. Einige Gespräche mussten nach wenigen Minuten beendet werden, wenn die Kraft der besuchten Menschen erkennbar nicht mehr ausreichte.

Niemals wurden bohrende Nachfragen, allzu persönliche und belastende Fragen gestellt. Musik war der rote Faden, stand aber nicht dominant im Vordergrund. In einigen Fällen spielten die Menschen im Hospiz ihre Lieblingsmusik direkt mit einem CD- oder MP3-Spieler vor und erklärten ihre Empfindungen bei einigen musikalischen Passagen.

 

Kein Gespräch wurde elektronisch aufgezeichnet oder mitgeschrieben. Es handelt sich im Projekt nicht um Original-Töne und nicht um den Wortlaut der Befragten. Die Texte schreibt einzig Stefan Weiller. Das dient einerseits dem Schutz der Menschen am Lebensende und ihrer Angehörigen, und andererseits gewährt es die künstlerische Freiheit des Autors.

Mehr Hintergründe, Fragen und Antworten zu den Letzten Liedern:

Info Stefan Weiller

stiftung-winterreise.de

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